Der Begriff Abortfliege sorgt immer wieder für Verunsicherung, besonders in medizinischen, landwirtschaftlichen oder hygienischen Zusammenhängen. Viele Menschen stoßen erstmals auf das Wort und fragen sich: Was ist eine Abortfliege? Ist sie gefährlich? Kann sie Krankheiten übertragen?
In diesem Artikel erklären wir verständlich und faktenbasiert, was eine Abortfliege ist, woher sie kommt, welche Risiken realistisch sind und wie man richtig damit umgeht. Ziel ist es, Mythen von Fakten zu trennen und klare Antworten zu geben.
Was bedeutet der Begriff Abortfliege?
Der Ausdruck Abortfliege ist kein offiziell biologischer Fachbegriff, sondern ein umgangssprachlicher oder kontextbezogener Begriff, der in verschiedenen Bereichen unterschiedlich verwendet wird.
Das Wort setzt sich zusammen aus:
- Abort → veralteter Ausdruck für Toilette, Abortanlage oder Abortgrube
- Fliege → Insekt aus der Ordnung der Zweiflügler (Diptera)
👉 Abortfliege bezeichnet also Fliegenarten, die bevorzugt in Toiletten, Abwasseranlagen, Abortgruben oder stark verunreinigten Bereichen auftreten.
Ist die Abortfliege eine eigene Fliegenart?
Nein.
Die Abortfliege ist keine eigenständige Art, sondern ein Sammelbegriff für mehrere Fliegenarten, die sich in unhygienischen Umgebungen vermehren.
Häufig gemeint sind unter anderem:
- Abortfliegen aus der Familie der Psychodidae (auch Abfluss- oder Mottenfliegen)
- Stubenfliegen (Musca domestica)
- Schmeißfliegen (Calliphoridae)
- Kleine Dung- oder Kotfliegen
Welche Art konkret vorkommt, hängt von Umgebung, Temperatur und Nahrungsangebot ab.
Wo kommen Abortfliegen vor?

Abortfliegen treten vor allem dort auf, wo organische Abfälle, Feuchtigkeit und Wärme zusammentreffen.
Typische Orte sind:
- Toilettenanlagen (besonders alte oder schlecht gewartete)
- Abflussrohre und Siphons
- Kläranlagen
- Stallungen und Misthaufen
- Müllräume
- Abwasserkanäle
- Feuchte Keller
👉 Sie sind ein klares Zeichen für hygienische Probleme, aber kein Beweis für akute Gefahr.
Warum werden Abortfliegen angezogen?
Abortfliegen werden durch bestimmte Faktoren angelockt:
1. Organische Zersetzung
Kot, Urin, Speisereste oder Schlamm bieten ideale Brutbedingungen.
2. Feuchtigkeit
Fliegenlarven benötigen feuchte Umgebungen, um sich zu entwickeln.
3. Wärme
Höhere Temperaturen beschleunigen den Lebenszyklus.
4. Dunkelheit
Viele Abortfliegen meiden helles Licht.
Lebenszyklus einer Abortfliege
Der Lebenszyklus verläuft in vier Phasen:
- Ei – wird in feuchten organischen Rückständen abgelegt
- Larve – ernährt sich von Bakterien und organischem Material
- Puppe – Entwicklungsphase
- Ausgewachsene Fliege
⏱️ Unter optimalen Bedingungen kann der Zyklus nur 1–3 Wochen dauern. Deshalb können sich Abortfliegen rasant vermehren, wenn das Umfeld nicht gereinigt wird.
Sind Abortfliegen gefährlich?
Kurz gesagt: Meist nicht direkt – aber hygienisch problematisch
Abortfliegen gelten nicht als aggressiv und stechen nicht. Dennoch können sie indirekte Risiken mit sich bringen.
Mögliche Risiken:
- Übertragung von Keimen und Bakterien über Beine und Körper
- Verunreinigung von Oberflächen
- Hinweis auf mangelnde Hygiene oder Rohrprobleme
- Psychischer Ekel- und Stressfaktor
⚠️ Besonders in Krankenhäusern, Küchen oder Pflegeeinrichtungen sollten sie ernst genommen werden.
Abortfliege im medizinischen Kontext
In medizinischen Berichten taucht der Begriff Abortfliege manchmal im Zusammenhang mit:
- Krankenhaus-Hygiene
- Infektionsprävention
- Forensischen Untersuchungen
Wichtig:
👉 Abortfliegen verursachen selbst keine Krankheiten, können aber vorhandene Keime weitertragen.
Abortfliegen im Haushalt erkennen
Typische Anzeichen:
- Kleine graue oder braune Fliegen an Wänden
- Fliegen sitzen oft regungslos
- Auftreten vor allem nachts
- Vermehrung nahe Abflüssen
- Flügel wirken „flauschig“ oder mottenähnlich
Viele verwechseln Abortfliegen mit Fruchtfliegen, dabei unterscheiden sie sich deutlich im Verhalten.
Was tun bei Abortfliegen im Haus?
1. Ursache finden (nicht nur bekämpfen)
- Abflüsse prüfen
- Siphons reinigen
- Undichte Rohre kontrollieren
2. Gründliche Reinigung
- Heißes Wasser
- Rohrreiniger (mechanisch bevorzugt)
- Essig + Natron als Hausmittel
3. Feuchtigkeit reduzieren
- Lüften
- Lecks reparieren
- Keller trocken halten
4. Fliegenfallen (nur ergänzend)
Sie lösen das Problem nicht dauerhaft, helfen aber kurzfristig.
Sind Abortfliegen ein Zeichen für Schimmel?
Nicht zwingend – aber möglich.
Feuchte Umgebungen begünstigen sowohl Schimmel als auch Abortfliegen. Ein gemeinsames Auftreten sollte immer überprüft werden.
Unterschied zwischen Abortfliege und Abflussfliege
Oft werden beide Begriffe gleich verwendet. Technisch korrekt gilt:
- Abflussfliege → spezifischer (meist Psychodidae)
- Abortfliege → umgangssprachlicher Oberbegriff
Wie kann man Abortfliegen dauerhaft vermeiden?
Prävention ist entscheidend:
- Regelmäßige Rohrreinigung
- Keine organischen Abfälle im Abfluss
- Gute Belüftung
- Hygienestandards einhalten
- Alte Sanitäranlagen sanieren
👉 Wer die Brutstätten beseitigt, löst das Problem langfristig.
Mythos vs. Realität zur Abortfliege
Mythos: Abortfliegen sind hochgefährlich
✅ Realität: Sie sind unhygienisch, aber selten gefährlich
Mythos: Insektenspray reicht
✅ Realität: Ursache beseitigen ist entscheidend
Mythos: Nur alte Häuser betroffen
✅ Realität: Auch moderne Gebäude können betroffen sein
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Fazit: Wie schlimm ist eine Abortfliege wirklich?
Die Abortfliege ist kein Grund zur Panik, aber ein deutliches Warnsignal für hygienische Schwachstellen. Wer schnell reagiert, Ursachen beseitigt und sauber hält, wird das Problem meist dauerhaft los.
👉 Nicht die Fliege ist das eigentliche Problem – sondern das Umfeld, in dem sie lebt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Was genau ist eine Abortfliege?
Eine Abortfliege ist ein umgangssprachlicher Begriff für Fliegen, die in Toiletten, Abwasser- oder stark verschmutzten Bereichen vorkommen.
2. Kann eine Abortfliege Krankheiten übertragen?
Direkt nein, aber sie kann Bakterien von verschmutzten Oberflächen weitertragen.
3. Warum habe ich plötzlich Abortfliegen im Bad?
Meist liegt die Ursache in feuchten Abflüssen, Biofilm oder Rohrproblemen.
4. Helfen Hausmittel gegen Abortfliegen?
Ja, Essig, Natron und heißes Wasser können helfen – allerdings nur in Kombination mit gründlicher Reinigung.
5. Wann sollte man einen Profi rufen?
Wenn das Problem trotz Reinigung bestehen bleibt oder aus Abwasserleitungen kommt.








